Winterswijk | Erholung selbst im Konsumterror


Ein hübsches Cafe / Lokal in Winterswijk. Den Namen hab ich vergessen.
 

Holland war für uns sehr entspannend. Den Großteil der Strecke fuhren wir auf der Landstraße. Dort ist fast überall nur 80 erlaubt und es galt ein Überholverbot. Die Fahrer hielten Abstand, drängelten nicht, hetzten nicht und das gleiche Muster wiederholte sich in der Innenstadt. Auch in der Fußgängerzone.

Edersee | Idylle und Regen

Erinnerung an den Edersee
Ein malerisch schöner Ausblick auf den Edersee. 13.06.2016
Das Foto wurde mit einem Wiko Rainbow (Smartphone) aufgenommen.

Als kleine Erinnerung. Keine 10 Minuten später fing es furchtbar an zu regnen.
Unser Auto stand oben auf dem Berg. Wir wurden bis auf die Knochen nass und
kaum waren wir oben angekommen und hatten einen Unterstand erreicht,
da hörte der Regen auf.
Murphys Law gilt auch in Hessen.
 

 

... noch ein Gedanke zum Brexit.

Über einige Meldungen kann ich mich "nicht Wundern". Im Gegenteil. Es erscheint mir logisch.

Die Gegenden, die wirtschaftlich am meisten von der EU abhängen, haben am stärksten für Brexit gestimmt.
Link: twitter.com/FT/status/746291798700597248

Diese Nachricht die über Twitter kam und in mindestens einem Blog kommentiert wurde, überrascht mich kaum. Wer zur Hölle will schon gern von der EU abhängig sein. Möchte ich dass mein Leben von Lobbyisten abhängt? Irgendwie scheint es mir erstrebenswerter unabhängig, also frei zu sein.

Die EU und so ...

Meine Gedanken sind nicht sehr fundiert. Was weiß ich schon. Vielleicht denke ich in einigen Jahren schon wieder anders über viele Dinge. Doch zwei oder drei Gedanken sind mir zum Thema Brexit gekommen, die möchte ich, so lange es noch möglich ist, frei und öffentlich äussern.

Da wurde im Indipendent hübsch bebildert dass, vor allem die Alten ( in anderen Statistiken auch die sozialschwachen) für den Brexit gestimmt hätten. Das Resume las sich in etwa wie folgt: Jetzt müssen die jungen, armen Kinder (so denk doch mal endlich einer an die armen Kinder) mit diesem schlimmen, schlimmen, Brexit leben. Und die jungen leben ja viel länger mit dieser "schlechten" "falschen" Entscheidung.

Link zum Artikel im Independent UK

Meiner Erfahrung nach, gibt es bei jugendlichen etwas, dass ich selbst erfahren habe im Alter von 18 - 25. Ich will es mal das jung und naiv Syndrom nennen. Man denkt man wüsste alles, hätte einen Plan fürs ganze Leben und sei schlauer als der Rest der Menschheit. Vor allem aber geht es einem zu gut. Schule, Studieren, Praktika, Ausbildung, Frieden. Ja, vor allem der Frieden, die Familie, die Sicherheit eines sozialen Netzes, lullert den Jungen Menschen ein. Und die WERBUNG. Die Medien. Das Gelaber. Das hohle, phrasengeschwängerte Geschwätz von Politik und Propagandisten in der freien Presse. Nix wusste ich vom Leben. Die erste Krone, der erste nicht mehr zu rettende Zahn, die Zahnbehandlungskosten, die haben mich ein wenig auf den Boden der Tatsachen geholt.

Wir sind alle sterblich, das Sterben dauert scheiss lange und ist sauteuer. Und die EU hilft dir dabei einen Scheiss. Egal ob du Jung, Alt, Rentner, Krank, Behindert oder Wohlhabend bist. Es gibt immer jemanden in der EU, der trachtet dir nach dem was du locker machen kannst. Auch die letzten paar Piepen, egal wie, du zahlst, bis in den Tod und deine Nachkommen müssen den Sarg bestellen. Weil selbst sterben datailliert geregelt und teuer ist.

Danach fing ich an etwas umzudenken, über Versicherungen, über freie Marktwirtschaft, liberale Marktpolitik und private Vorsorge. Mit 40 denke ich heute nicht mehr positiv über EU Politik, über Politik und die Medien. Es war ein irrglaube, immun zu sein, gegen Propaganda nur weil ich Spiegel, FAZ, ZEIT, Sueddeutsche und Regionalzeitung las. Ich war kein Überflieger - und alle anderen waren auch nicht struntzdumm - es gibt nur einen Mainstream und der transportiert Tonnen an Scheisse.

Nach und nach wurde einem mir klar. Verschwörungstheorien beinhalten oftmals mehr Wahrheiten als ein beliebiges Parteiprogramm.
Ein Beispiel: Nach dem sich das Volk in Deutschland (wenig) erfolgreich gegen "Netzsperren" ausgesprochen hatte, unsere Regierung diese jedoch aufgrund von "nutzlosigkeit" und "zorn des Volkes" temporär ausser Kraft gesetzt hat,  werden diese nun durch die EU durchgesetzt. Deutschland verliert an Souveränität. Volkes Wille zählt nicht mehr. Warum Netzsperren keine gute Idee sind wurde von zahlreichen "Experten" erklärt. Der Missbrauch von Netzsperren wiegt höher als der nahezu nicht vorhande Nutzen.

Ich war auch jung und naiv. Begeistert, begeisterungsfähig und wollte ein Fähnchen hoch halten. Heute denke ich, die Realität holt einen mit dem Alter ein. Es gibt immer jemanden der jünger ist, der cleverer ist, der mehr Einfluss, mehr Beziehungen, mehr Macht, mehr Gier an den Tag legt. Und mit diesem Ehrgeiz kann man anderen das Leben zur Hölle machen. Das ist Wirtschaft, das ist Kapitalismus, das ist es was die EU fördert. Das nennt sich Wettbewerb. Marktwirtschaft. Ein Homo Sapiens Darwinismus - wenn deine Aktien besser performen als meine. Es kann jeder vom Kapitalismus profitieren, aber eben nicht alle. Das hat Volker Pispers in einem seiner Kabaretts treffend formuliert.

negative (Bild) bewegung

Wäre ich Smartphone oder Tablethersteller, ich würde ja einen Algorithmus einbauen, der die Beschleunigungssensoren und die Kamera nutzt, um das Bild verwacklungsfrei darzustellen. Ist doch doof, dass ich bei all der hightech in der Hand selber noch ruhig halten muss. Vor allem als Beifahrer oder Fußgänger nervt das doch total. Dabei könnte man doch das Bild so schön stabilisieren, wenn man diese ganzen feinen Bewegungen ausgleichen würde.

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