Aus den deutschen Medien derzeit verschwunden, aber nicht vergessen:
Hier ein älterer Videobeitrag vom 24.02.2010
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/980694/Oelpest-in-Norditalien
[Update 16 März] Es gibt nur wenige Medien die über Folgen der Katastrophe Berichten.
http://www.kindernetz.de/infonetz/nachrichten/-/id=140846/nid=140846/did...
[/Update]
Wer dieser Tage (25.02.) Radio hört und Online Zeitungen liest mag sich wundern, vielleicht aber erst jetzt darüber Nachdenken. Wann immer in den vergangenen Jahren Ölkatastrophen gemeldet wurden, weit weg unserer Zivilisation überschwemmten uns Horrormeldungen, wie das Öl die Gewässer. Nur die Italiener die in den nächsten Jahren vielleicht etwas weniger appetitlichen Risotto Reis ernten werden, scheint es gar nicht zu beunruhigen. Einige Millionen Liter Rohöl wurden vorsätzlich in den Po eingeleitet. Ein tödlicher Einlauf für das Ökosystem.

So meldete Deutschland Radio heute, dass nur wenige Zeitungen in Italien über die Katastrophe berichten, und dies meist nur mit einer sehr knapp gehaltenen Meldung das etwas Öl in den Po gelangt sei.
http://de.wikipedia.org/wiki/Po_(Fluss)
In Italien sind Tausende von Kubikmetern Altöl in den Lambro, einen Zufluss des Pos, geleitet worden. Dieser massive Akt mutwilliger Umweltzerstörung könnte nach Einschätzung der Umweltschutzorganisation WWF den ohnehin bereits durch mangelhaft gereinigte Abwässer und Begradigung stark in Mitleidenschaft gezogenen Lambro massiv schädigen. Der WWF rechnet außerdem mit verheerenden Auswirkungen auf das gesamte Po-Flusssystem.
Quelle: http://www.wwf.de/presse/details/news/schwarze_welle_auf_dem_lambro/
Dies war kein Unfall, es war Absicht. Und auch Sofortmaßnahmen um die Einleitung nach ihrem Bekanntwerden zu stoppen wurden seitens der Betreiber und den Angestellten behindert. Da Berlusconi nicht nur TV Sender und Printmedien kontrolliert, sondern auch im Bauwesen starke private Interessen vertritt, kommt einem der ein oder andere Verdacht. http://de.wikipedia.org/wiki/Silvio_Berlusconi
Denn vor der Katastrophe liefen Verhandlungen über Naturschutzgebiete und Bauland in der betroffenen Region.
[Beispiel und Update] Berlusconi sollte man nicht unterschaetzen:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-03/berlusconi-staatsanwaltschaft...
Und um es deutlich zu sagen, wäre ich Italiener, ginge es mir sicher nicht am Arsch vorbei wenn einer der größten Flussläufe meines Landes mutwillig zerstört wird.
Mineralisches Öl enthält, anders als Speiseöle, einen Cocktail giftiger Stoffe. Darunter finden sich Kohlenwasserstoffe wie Benzole und chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW). Gelangen diese in das Trinkwasser, lösen sie sich zum Teil darin auf, sind schwer abbaubar und schädigen Tiere, Menschen und Umwelt.
In Klärwerken und Flüssen werden die im Wasser lebenden Mikroben, die als biologischer Filter arbeiten, getötet.
Im italienischen Radio jedoch wird vermeldet, es riecht ein wenig übel, wäre aber harmlos.
Diese Benzole sind in geringen Mengen nicht sofort tödlich, doch sie sammeln sich im Körper, können dort Organe schädigen und über lange Zeit werden Vergiftungserscheinungen auftreten.
Das dort ausgelaufene Rohöl schwimmt auch nicht gleichmäßig an der Oberfläche, sondern ist aufgrund seiner Viskosität, Dichte und Unreinheit, nur mit hohem technischen Aufwand vom Wasser zu trennen. Die im Wasser gelösten Giftstoffe, lagern sich auch im Boden ab, dringen in das Grundwasser. So wird aus der angrenzenden Landschaft, für lange Jahre, eine Sondermülldeponie. Da der Po im Meer endet, wird es man noch mit weitreichenden Folgen zu kämpfen haben. Der Weg der Gifte in die Nahrungskette wird dabei nicht nur auf den Risotto Reis begrenzt sein.
So verseucht 1 Tropfen Öl, 1000 Liter Trinkwasser. Schätzungen sprachen von einigen Millionen Liter Rohöl. Das diese Katastrophe in den Medien so wenig Beachtung findet, ist mehr als befremdlich.
In diesem Falle wurde vorsätzlich gehandelt, doch Unfälle mit Öltransporten sind nicht selten. Die Umweltschäden enorm und für unsere kleine Welt, im Eigenheim mit Fernseher, nur schwer begreifbar. Rohöl kommt aus der Natur, ist jedoch eingekapselt und gut verschlossen. Nur durch diesen Umstand wurde Leben auf der Erde erst möglich. Wir fördern dieses Öl zur Energiegewinnung. Dabei gibt es von der Sonne täglich mehr Energie, als die gesamte Weltbevölkerung an einem Tag an Strom verbraucht. Es ist auch heute schon möglich diese Quelle an zu zapfen, ohne dabei die Umwelt grob fahrlässig zu zerstören. Da die Öl - Katastrophen meist mit Geldmitteln nicht aufzufangen sind, gibt es auch nur geringe Kosten in den Statistiken. Günstige Rohölpreise haben wir auch dem Umstand zu verdanken das Frachtschiffe gefahren werden, bis sie untergehen. Den realen Preis für einen Liter Rohöl zum verheizen oder Auto fahren, werden nachkommende Generationen zahlen müssen. Wir leben auf Pump.
Weitere Artikel zu der Katastrophe:
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksAr...
http://www.tagesschau.de/ausland/umweltkatastropheitalien104.html
http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/panorama/Saboteure-verurs...
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