Utopie | Lebenszeit statt Geld

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yt
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Joined: 09/30/2007
Ich bin Utopist. Die (bittere) Realität () ist nebensächlich. 
So möchte ich gern einen Gedanken äußern und eine Idee beleuchten.
 

Utopie - Lebenszeit als Währung

 
These:
Wenn alles menschliche Leben, gleich viel Wert sein soll, folgere ich daraus, dass die Arbeitszeit also unsere Lebenszeit, den einzig wahrhaften Wert in unserem Leben darstellt.
Ich möchte die These aufstellen und überdenken, dass die Lebenszeit die ein Mensch dafür gibt, etwas zu produzieren oder ein Dienstleistung zu erbringen, unabhängig vom Produkt gleichermaßen wertvoll sein sollte. Nur durch den direkten Tausch der Ware mittels Lebenszeit wird der Wert und die Nachhaltigkeit eines Produktes im Wert angemessen beurteilt, durch den Konsumenten.
Innerhalb der hier beschriebenen Utopie, gibt es noch unausgeifte oder fehlende Werkzeuge um ein Zusammenleben und Handeln vollständig abzubilden. Ich bin mir jedoch sicher, dass mit dem heutigen Stand der Technik, nicht nur jeder genug zu Essen hätte, ich bin mir sehr sicher, dieses "Utopia" würde mehr Luxus, mehr Anehmlichkeiten und dank höherer Effizienz, evolutionär von Vorteil sein.

 

Die Utopie beinhaltet folgende Aspekte

Wenn alle Menschen gleich viel Wert sein sollen - dann muss auch ihre Arbeitszeit die sie investieren, gleich viel Wert sein.
Jeder Tag, jede Stunde eines menschlichen Lebens ist gleich wertvoll. Dieses höchste Gut, das Leben, gilt es zu schützen.
Produkte und Dienstleistungen würden ausschließlich mit Lebenszeit bemessen, im Maßstab 1:1 
Lebenszeit darf nicht skaliert werden.
 
Auch wenn es anfänglich seltsam erscheint, kein Produkt darf mehr Wert sein als die Arbeitszeit die investiert wurde.
Letztlich wird nicht das Produkt, sondern jeder einzelne Arbeitsschritt in Lebenszeit abgegolten. 
Wollen Menschen ein Flugzeug bauen, müssen Sie zusammen arbeiten und werden "Anteilseigner" einer Lebenszeit AG die ausschließlich dieses Flugzeug umfasst. So würde jeder nur für sein Zeitkonto arbeiten.
Es gäbe keinen typischen Lohn mehr.
Niemandem wäre es gestattet sich über sein Leben hinaus zu verschulden.
Die Gesellschaft die zusammen arbeitet, muss ihre Zeit und die Produkte ihrer Handelspartner neu bemaßen.
Jeder für sich. Jeder mit seiner Lebenszeit als Kapital. Ganz nach dem Motto, das letzte Hemd hat keine Taschen. 
 
Es könnte kein Vermögen vererbt werden, nur noch Produkte.
Es kann nicht mehr Lebenszeit im Umlauf sein, als Arbeitskraft geleistet wurde.

Produktionsbetriebe die viele Waren herstellen sind nur scheinbar im Nachteil.
Lebensmittelproduzenten würden aufhören überschüsse zu produzieren, ihre Arbeitszeit würde aufgewertet.
Büroarbeiten und Werbung würden nicht gänzlich wegfallen, sie würden jedoch auf ein gesundes Maß herabgestuft.
Monopolismus böte keinen Anreiz mehr. 
Ärzte würden für eine Anamese bezahlt. Schlecht arbeitende Ärzte schnell entlarvt.
Maschinell erzeugte Waren würden vermutlich einen extremen Wertverlust hinnehmen müssen.
Entwicklungszeit wäre teuer. Geistiges Eigentum würde tatsächlich wertvoll, aber nur einmal abgegolten., also wertvoll für die Gesellschaft.
Zwischenhändler hätten einen sehr geringen Verdienst, es sei denn sie leisten tatsächlich "Beratung" und Arbeiten mit dem Kunden. 
Ein Haus hätte auch einen hohen Wert. Betonsteine eher nicht. 

 

Das Zeitkonto

Ich bin mir unschlüssig, - aber ein "Zeitkonto" wäre wohl unumgänglich. Vielleicht auf Basis der Bitcoin Technologie. Somit wäre jede Zeit "einzigartig" und unabhängig von Geldinstituten. Aufgrund der Transparenz  in der Buchhaltung und den Logfiles einer Bitcoin Historie ließe sich Betrug vermeiden.
Das Konto wäre Notwendig um für Kinder zu sorgen, etwas Zeit an zu sparen um ein Haus zu bauen. 
Jede Qualifikation, jedes Handwerk hätte den gleichen Stellenwert, woraus ich folgere, jeder Mensch würde seiner Eignung und Neigung folgend einen Beruf ausüben.

 

Wertschätzung

Wer Arbeitsschritte zusammenfasst, spart nicht nur für sich. Sondern innerhalb der Gesellschaft.
Eine neue Form der Wertschätzung könnte geschaffen werden.
Unentgeltiche Arbeit, Ehrenämter würden endlich die Wertschätzung erfahren die sie verdienen.
Finanzdienstleister die mit wenig aufwand viel verdienen möchten, wären die Verlierer.

 

Epilog

Eine Utopie weiter zu denken bedeutet, eine Erklärung finden wie etwas funktionieren kann. Was dafür Notwendig wäre.
Viele für uns selbstverständliche Dinge werden plötzlich obsolet. Es gibt sie plötzlich nicht mehr. 
In dieser Utopie wäre die Arbeitszeit eines Körper, o. Geistig Behinderten Menschen gleich viel Wert, wie die Zeit des Managers der sich um dem Reibungslosen Ablauf kümmert.
Ein Inhaber der nicht für seine Firma arbeitet, sondern nur noch "Besitzer", würde weniger verdienen.
 
Befremdlich?  
Was genau ist befremdlich, das Menschen mit Besitz - die nicht Arbeiten mehr Verdienst bekommen als ein Mensch der mehr als 1/3 seiner Lebenszeit arbeitet und nichts besitzt?
Ich halte den Ansatz des Geldes, als unverderbliches Tauschmittel für nicht geeignet einen größeren Zivilisationssprung zu fördern. Wenn die Menschheit sich weiter entwickeln will muss das "Teamwork" gefördert und Konflikte gemieden werden.
Daher wird ein Kernproblem der Zukunft die bekämpfung der Gier sein.
 
Gleichmacherei
Kein Mensch ist wie der andere. Ich respektiere das alle Menschen verschieden sind und begrüße es. Monokulturen sind idR fortschrittsfeindlich und schwach. Mit der Prämisse "Gleich viel Wert", soll kein Mensch seine individualität einbüßen.
Im Gegenteil. Es soll Herausforderung sein, sich zu engagieren. Eine "Inflation" im Model der Lebenszeit Wirtschaft würde sehr positive Auswirkungen auf die "freie" Zeit eines jeden Menschen haben.
Wir müssten weniger Arbeiten und könnten wesentlich mehr Zeit in Bildung, Spiel, Kinder, Forschung und "Ehrenämter", Hobbys, Studien stecken. 
 
Gene Roddenberry war mit der StarTrek Utopie dem schon sehr nahe.
 
Mit idealen Grüßen,
yt


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